TRE – Körperbasierte Traumaheilung – Geschichte und Theorie

Die Menschheit ist ein lebendiges Paradox ! Unser Körper ist darauf programmiert, traumatische Erlebnisee zu überwinden aber unser unser Bewusstsein (Ego) will daran festhalten.

Wie ? Indem sich das ‚Ich-Bewusstsein‘ mit dem Erlebnis identifiziert. Mein Körper, meine Psyche, meine Emotionen, mein Trauma! Womit auch immer sich das Ego identifiziert – egal ob schmerzhaft oder nicht – das will es nicht mehr hergeben – es fühlt sich an, als verlören wie einen Teil ‚von uns‘.

Trauma – Angst – Gewalt – Trauma = Teufelskreis

Auf die Frage warum ein traumatisches Erlebnis auch viele Jahre später noch wichtig ist reagieren viele Menschen defensiv und glauben, das man sie nicht ernst nimmt oder ihr Leiden für unwichtig hält. Auf die Frage, ob sie denn wieder ganz genesen möchten, sagen sie oft, das sie bezweifeln, das das möglich ist. Sie bestehen darauf, das sie ’so sind wie sie sind‘ weil ‚das und das geschehen ist‘ – vor 5 oder 10 oder 30 Jahren. Sie kennen die Nachwirkungen und empfinden sie oft als Belastung. Sie wissen, das die Wiederholungsschleifen von Wutausbrüchen, unkontrolliertem Zorn, Angst und Panikanfällen, Depressionen und Lethargien mit den ursprünglichen traumatischen Erfahrungen zu tun haben. Immer wieder versuchen sie, sich damit abzufinden das ‚es eben so ist‘ aber immer wieder regt sich Widerstand: ‚Ich will da raus! Es muss sich ändern!‘

Selbst – Medikation mit Alkohol und anderen Drogen ist weit verbreitet, ebenso die Unfähigkeit, sich an Einzelheiten zu erinnern. Oft wurde die Erfahrung in eine Geschichte umgewandelt, die man mit der Zeit erzählen kann, ohne von Gefühlen überrannt zu werden. Der Verstand kann einiges leisten, die Reaktionen des Körpers gehorchen jedoch ihren eigenen Gesetzen, der Körper hat sein eigenes Erinnerungsvermögen, unabhängig vom Wachbewusstsein. Auch die Gesprächstherapie hat ihre Grenzen – nicht zuletzt weil sie lange dauert, teuer und für 90% der Erdbevölkerung ausser Reichweite ist.

Neuere Forschung erkennt jetzt endlich andere Heilungswege. Die Erkenntnisse sind bahnbrechend und koennen vielen Menschen ueberall auf der Welt helfen, diesen Teufelskreis zu durchbrechen.

Trauma loslassen – Selbsthilfe – Ein physiologisches Konzept
Uebersetzung eines Artikels von David Berceli, dem Begruender von TRE (Trauma Release Exercise) vom July 24 2009

In Folge von Krieg, Gewalt und Naturkatastrophen werden bis heute überall auf der Welt ganze Bevoelkerungsgruppen und manchmal sogar Nationen traumatisiert. Viele dieser Menschen haben keinen Zugang zu Therapien und angewandter Psychologie.

Um den verbreiteten Symptomen wie PTSD (Post Traumatic Stress Disorder) und anderen Nachwirkungen von Trauma zu begegnen brauchen wir dringend andere, weiter gefaßte Ansaetze. Der folgende Artikel beschreibt eine alternative Methode der Traumaheilung. Sie hat sofortige Wirkung, kann im Notfall sogar ohne Anleitung von Therapeuten genutzt werden und ist voellig unabhaengig von psychologischen und soziologischen Gegebenheiten. Die massenhafte Nutzung anderer Therapien stoesst in den Bereichen von Sprache, Religion und Kultur schnell an ihre Grenzen.

Die nachfolgend näher beschriebene Methode basiert auf der Beobachtung, das der Mensch, als eine von vielen Lebensformen auf diesem Planeten, eine natuerliche Faehigkeit zur Wiederherstellung normaler Koerperfunktionen besitzt, die auch nach schwersten traumatischen Erlebnissen heilend eingreifen kann. Dieser Artikel befasst sich mit der Geschichte und Theorie dieser neuen Methode mit dem Namen TRE (Trauma Release Exercise).

Einleitung

Bedingt durch steilen Anstieg von traumatischen Situationen denen immer mehr Menschen auf nationaler internationaler und sogar globaler Ebene ausgesetzt sind begann die Traumatologie mit der Erforschung von Massentraumata und den Folgen – das Phaenomen wurde bekannt unter dem Begriff  ‚Die unsichtbare Epidemie‘ (‚The invisible Epidemic‘, Bremmer,2002).
Menschen die in traumarelevanten Umstaenden leben und arbeiten, zum Beispiel Polizisten, Feuerwehr, Rettungs – und Katastrophendienste, Opfer von haeuslicher Gewalt und traumatisierte Kinder stehen oben auf einer langen Liste von beduerftigen Menschen. Die normalen Gesundheitsdienste stehen dem wachsenden Problem schlecht geruestet, unerfahren und hilflos gegenueber. Es stellt sich hier und jetzt die Frage wie wir als Individuen, mit der Notwendigkeit von Hilfe fuer unzaehlige Traumaopfer und an PTSD (Post Traumatische Stoerungen) erkrankte Menschen umgehen.

Die Entwicklung neuer Studienbereiche wie Psychobiology, Neurophysiologie und physiologische Psychologie fuehrte zu einem neuen Verständnis von Trauma. Immer deutlicher wird, das eine erfolgreiche Therapie das Hauptgewicht auf körperlich begründete Gesundungsprozesse legen muss.
Die kritischen Interaktionen der autonomen Reaktionen des Koerpers auf traumatisches Erleben sind von neurologischen Prozessen abhaengig. Es spielt dabei keine Rolle ob das Trauma physiologisch, kognitiv, emotional oder in Bezug auf andere Menschen erlebt wird, es wird unvermeidlich im Körper erlebt und getragen. Der menschliche Organismus ist nicht nur in der Lage, traumatische Ereignisse zu erfahren und auszuhalten, er ist auch mit allen Moeglichkeiten ausgestattet, um sich von diesen Erfahrungen zu erholen. Der Körper enthält alle anatomischen und physiologischen Mechanismen die notwendig sind, seine optimale Gesundheit wiederherzustellen. Interdisziplinaere Forschung deckt auf, das die neuen Paradigmen für eine Heilung im Koerper des Einzelnen zu finden sind. Tatsächlich wird mittlerweile allgemein anerkannt, dass die Erfahrung und Genesung von Trauma genetisch in der menschlichen Entwicklung vorgesehen ist – sie dient dem Abschluss einer Lebensphase und ermoeglicht einen Neubeginn. Trauma ist Teil eines normalen Entwicklungszyklus – über die individuelle Ebene hinaus auch fuer die Menschheit insgesamt. Darum gewinnen alle Traumatherapien die sich auf diese neuen Erkenntnisse stuetzen jetzt an Bedeutung.

Geschichte

Ein kurzer Ueberblick der historischen Entwicklung von Traumatologie soll helfen, sich im zeitgenössischen Verständnis von Trauma, der Forschung und der Methodik zurechtzufinden.

Psychologie:

Die psychologischen Folgen von Trauma

Bis vor Kurzem war Traumabehandlung generell die Verantwortung von Psychologen und Psychotherapeuten. Ihr Primärfokus sind die emotionalen Symptome. Sie erkannten dass traumatisierte Menschen häufig ihr Trauma in irgendeiner Form  – meist unbewusst – wiederholen um so die Herrschaft ueber ihr Leben und das Gefuehl eines Siegs ueber das Erlebte zu erlangen. Diese endlosen Wiederholungen und die damit verbundene Opferrolle der Menschen, die scheinbar keine Kontrolle ueber ihr Leben haben und die Gruende dafuer oft nur ausserhalb ihrer selbst suchen, ist eine Hauptursache der Gewalttätigkeit in der heutigen Gesellschaft. (Ross, 2002). Die Therapieangebote der Psychologie sind alle lang – oder mittelfristig und basieren auf psycho-emotionaler Intervention mit dem Ziel einer Verhaltensaenderung durch Einsicht und Erkenntnis in die Zusammenhaenge. Studien haben jedoch gezeigt, dass diese Methoden nicht notwendigerweise PTSD und andrere Symptome verhindern oder lösen und die Klienten obendrein tatsächlich re-traumatisiert werden können. Durch Bewusstmachung des Traumas und vermehrte Beschaeftigung mit den Details wird die psychisch-emotionale Wunde oft wieder geoeffnet. Ein weiteres Problem ist die Abhaengigkeit der psychologischen Intervention von der sie umgebenden Kultur und Lebensweise. Ein in Deutschland oder den Vereinigten Staaten ausgebildeter Psychotherapeut wird in arabischen oder asiatischen Laendern schnell an kulturelle und religioese Grenzen stossen – von der Sprachbarriere ganz zu schweigen. Es gibt insgesamt viel zu wenig Therapeuten und es handelt sich dabei in der Regel um eine Einzeltherapie. In vielen Ländern der Welt haben die Menschen keine Chance auf Psychotherapie; sie ist zu teuer und dauert zu lange.

Biologie

Prozac und kein Ende

Die Pharmakologie befasste sich in den letzten 15 Jahren auch verstaerkt mit der Traumatherapie. Mit der Moeglichkeit der Regulierung von Stresshormonen wie Adrenalin und Cortisol kam Hoffnung auf.
Obgleich diese Medikationen einige der PTSD Symptome vermindern erkennt man nach und nach, dass sie schädliche Nebenwirkungen haben. Indem sie lebenswichtige physiologische Funktionen und Reaktionen unterdruecken oder aufheben, die für den Heilungsprozess notwendig sind, erleichtern sie zwar den heutigen Tag, aber bieten langfristig keine Heilung.Im Gegenteil – der Mensch ist dann auf die Medikamente angewiesen weil der Eingriff in die Koerperchemie und die Neurologischen Prozesse den Zustand des gesamten Menschen – der Verbindung zwischen Koerper und Gehirn d.h. ob und wie wir unsere Gefuehle wahrnehmen und darauf reagieren – veraendert. Die langfristigen Folgen kennen wir noch nicht.

Neurologie:

Im Bereich der Neurologie gab es in den letzten Jahren bahnbrechende Erkenntnisse betreffend der Verarbeitung von traumatischen Erlebnissen im Gehirn. So weiss man jetzt dass diese Erinnerungen durch das Gehirn anders verschluesselt werden als gewöhnliche Ereignisse (van Der Kolk & Fisler, 1995). Es ist eine neurologisch bedingte Tatsache, das traumatische Eindruecke nicht automatisch verarbeitet und

Nerven sind Lebensretter

integriert werden koennen. Ebenso weiss man, dass Trauma einen Verlust von Neuromodulation (darunter versteht man die durch neurologische Prozesse regulierte Balance der koerpereigenen Hormone) verursacht (van Der Kolk & Fisler, 1995) was unter anderem plötzliche und unkontrollierbare Ausbrüche von Zorn, Raserei und Hysterie erklärt. Wenn ein Kind in einem bestimmten Stadium seiner Gehirnentwicklung traumatisiert wird verursacht das Trauma einen organisierten Rahmen  -eine ordnende Struktur – für das sich entwickelnde Gehirn (Perry, Pollard, Blakley, Vigilante, 1996). Das Gehirn des Kindes entwickelt ein traumatisches Merkmal innerhalb seines Gedächtnissystems. Obwohl man die neurologischen Abwehrmechanismen kennt mit denen unser Koerper Traumata begegnet ist die Faehigkeit zur Beeinflussung der neurologischen Ablaeufe begrenzt.

Wenn man aber die Ergebnisse aller neuen Forschungsarbeiten zusammenfasst, ergibt sich ein besseres Bild.:

Der menschliche Körper verfügt über Mechanismen die im Fall von empfundener Bedrohung von Unversehrtheit und Leben sofort eingreifen. Die Muskulatur wird angespannt – zum Schutz gegen Verletzung und um sie mit zusätzlicher Energie für eine Kampf- oder Fluchtreaktion zu versorgen. Die starke Muskelkontraktion bewirkt mit Hilfe des autonomen Nervensystems eine sofortige Ausschuettung von bestimmten koerpereigenen Hormonen. Unser Koerper besitzt in gleicher Weise Mechanismen um diese tiefen, chronischen Kontraktionen zu loesen, nachdem die Gefahr vorbei ist. Aber – dieser Mechanismus, der eine natuerliche Entladung der überschuessigen Energie und die Entspannung der Muskulatur erlaubt, ist im Laufe unserer Zivilisierung so oft und gruendlich unterdrueckt und missachtet worden, das wir seine Existenz kaum noch wahrnehmen. Wenn die Aktivierung dieses Entladungsmechanismus verhindert wird, unterbleibt die Aufforderung an das neurobiologische System sich zu normalisieren, der Körper befindet sich in einem chronischen Alarmzustand. Das gesamte Nervensystem bleibt aufgeladen und hyperaktiv – oder es werden bestimmte Eindruecke abgespalten und nicht mehr als Teil des ‚ich‘ wahrgenommen. Der Koerper sucht nach anderen Wegen, diese Spannungen zu loesen und fuehrt den Menschen auf die eine oder andere Art und Weise wieder zurueck in die Wiederholung von Trauma – eine Spirale von Angst, Depression und Gewalt.

Unser Organismus MUSS das Trauma wieder und wieder erleben, bis die Spannungen erfolgreich geloest wurden und er sich wieder im neurologischen und hormonellen Gleichgewicht befindet. Der Drang, das Trauma durch Wiederholung zu ueberwinden ist so stark und ausserhalb der menschlichen Kontrolle weil die Entladung der aufgestauten Energie für ein gesundes Funktionieren des Koerpers lebenswichtig ist. Unser Koerper muss seine Funktionen normalisieren können um das Ueberleben der Menschheit zu sichern.

In der neuesten Praxis der Traumatherapie kommen biomechanische Techniken zum Einsatz die speziell entworfen wurden um den Freigabemechanismus des Körper zu aktivieren und eine körperliche Wiederherstellung zu ermöglichen. Die biologische und anatomische Entladung fuehrt erfahrungsgemäß zum Versiegen der traumabedingten Symptome. Das Gehirn wird auf neurologischem Wege informiert, das die Gefahr vorbei ist –  dadurch wird die Ausschuettung von Stresshormonen verringert und der Koerper kehrt endlich in einen Zustand von Ruhe und Gesundheit zurueck. Da dieser Gesundungsprozess auf physiologische Weise eingeleitet wird kann jeder Einzelne seinen eigenen Heilungsprozess selbst beginnen, begleiten und steuern.

Der neue Ansatz

Rothschild und Jarlnaes (1994) fassten den neuen Ansatz in einer einfachen Aussage zusammen:
Die bereits bekannten und dokumentierten Grundlagen der Funktionsweise des Gehirns und des Nervensystems beweisen dass der Verstand mit dem Körper untrennbar verbunden ist. Diese Erkenntnis der Traumatologie besagt, das alle Reaktionen des Menschen auf traumatische Erlebnisse instinktiv und unbewusst erfolgen. Sie sind eben nicht vom bewussten Ego gesteuert sondern gleichen den instinktiven Reaktionen der Saeugetiere.
Diese Erkenntnis ermoeglichte einen Neuanfang. Symptome, die frueher rein psychologisch gesehen wurden, wurden nun als autonome, physiologische, anatomische und neurologische Reaktionen erkannt. Diese instinktiven Reaktionen und die damit einhergehenden koerperlichen Symptome sind die Ursache für eine psychologische Reaktion des weitgehend anpassungsfaehigen Bewusstseins (Ego) das sich auf die geaenderte physiologische Umgebung einstellen muss. Wenn wir anerkennen das der menschliche Organismus über eine festgelegte Reihe von autonomen Reaktionen auf Trauma verfügt und das Bewusstsein, wie soeben geschrieben, erst zeitlich verzögert versucht mit den geaenderten physiologischen Verhaeltnissen umzugehen koennen wir diese unbewussten Reaktionen studieren mit dem Ziel, ihren Effekt auf den Menschen aufzuheben.

Trauma Release Exercise

Was vorher als eine psychologisch bedingte KRANKHEIT angesehen wurde ist nichts weiter als eine NORMALE Reaktion (Hyper – Aktivitaet, Dissoziation) auf ein UNNORMALES Ereignis. (Trauma)
Es wird noch eine Weile dauern bis diese Erkenntnis Allgemeinwissen wird aber der Anfang ist gemacht.

TRE (Trauma Release Exercise) führt diese autonomen physiologischen Reaktionen zurueck und begrenzt die psychologische Zweitreaktion bzw. verhindert die Abwehrmechanismen des Ego. Somit unterstützt TRE die Gesundung der Psyche.

Dieser Prozeß lässt sich bei Säugetieren gut beobachten. Tiere die noch in ihren natürlichen Lebensräumen leben sind häufig Trauma ausgesetzt. Anders als Menschen haben sie Zugang zu ihrer natürlichen Fähigkeit, die überschüssige Energie zu enladen. Sie regenerieren schnell und vollstaendig und leben unbelastet weiter.
Siehe hierzu Trauma-Heilung: Das Erwachen des Tigers. Unsere Fähigkeit, traumatische Erfahrung zu transformieren von Peter A. Levine, Ann Frederick, Theo Kierdorf und Hildegard Höhr von Synthesis (Taschenbuch – 1999) 20,50€

Da die physiologische Reaktion des Menschen auf Trauma vergleichbar ist mit der Reaktion von Säugetieren hat sie ihren Ursprung offensichtlich im biologischer Organismus. Wie alle Lebewesen auf diesem Planeten besitzen wir die genetischen Voraussetzungen um Trauma nicht nur zu erfahren, sondern auch zu überleben und aufzulösen. Es ist Teil unseres natürlichen Instinkts und garantiert nicht nur unser Ueberleben sondern auch unsere Weiterentwicklung als Art. Ohne diesen genetischen Code waere der Mensch bereits ausgestorben.

Alle koerperlichen und emotionalen Symptome die wir nach einer traumatischen Erfahrung an Menschen kennen und beobachten sind die Folge einer mangelnden Aufloesung des extremen Spannungszustands. (biochemische Energie) Wenn die Entladung diese Energie im Körper verhindert wird, bleibt der Organismus in einem neurophysiologischen Teufelskreis, der zwanghafte Wiederholungen verursacht. Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Ueberwindung vom Trauma ist, den natürlichen Freigabemechanismus des Organismus zu aktivieren, der es dem Körper erlaubt, wieder in einen Zustand von Ruhe und Regeneration zurückzukehren.

TRE besteht aus sechs einfachen Uebungen durch die er koerpereigene Entladungsmechanismus aktiviert wird. Das neurogene Zittern wird bewusst erlebt und gesteuert, jeder kann den Prozess seinen eigenen Beduerfnissen und Moeglichkeiten anpassen.

Referenzen:
Bremner, J. Douglas. (2002). The Invisible Epidemic: Post-Traumatic Stress Disorder, Memory and the Brain.
Levine, P. (1999). Trauma-Heilung: Das Erwachen des Tigers. Unsere Fähigkeit, traumatische Erfahrung zu transformieren von Peter A. Levine, Ann Frederick, Theo Kierdorf und Hildegard Höhr von Synthesis (Taschenbuch 20,50€)
Original: Waking the Tiger: Healing Trauma (1997). North Atlantic Books. CA.
Perry, Pollard, Blakley, Baker, Vigilante (1996). Childhood Trauma, the Neurobiology of Adaptation and Use-dependent Development of the Brain: How States Become Traits. Infants Mental Health Journal.Rothschild, B. & Jarlnaes, E. (1994). Nervous system imbalances and post-traumatic stress: a psycho-physical approach Members: European Association of Body-Psychotherapy and European Society for Traumatic Stress Studies.van der Kolk, B.A. & Fisler, R. (1995). Dissociation and the Fragmentary Nature of Traumatic Memories: Overview and Exploratory Study. Journal of Traumatic Stress, 8, 505-525.

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2 Gedanken zu „TRE – Körperbasierte Traumaheilung – Geschichte und Theorie

  1. Sehr geehrte Frau Thomas!

    Vielen Dank für Ihre hervorragende Seite!

    Die Darstellung der TRE ist logisch, wissenschaftlich untermauert, umfassend und nachvollziehbar. Eine knappe Frage hätte ich aber doch noch: gilt dies alles auch für und ist die TRE auch auf pränatale Traumata anwendbar?

    Danke für eine Antwort und viele herzliche Grüße aus Austria 😉

    Michael

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    • Hallo Michael, danke fuer Ihr Interesse. In der Theorie des praenatalen Traumas geht man davon aus, dass Sinneseindruecke (im weitesten Sinne des Wortes) und Veraenderungen in der neurologischen und hormonellen Umgebung auf das ungeborene Kind auswirken. Es handelt sich hier um tiefste unbewusste Vorgaenge die sich letzten Endes auf den Koerper und spaeter – symptomatisch sozusagen – auf das Wachbewusstsein auswirken koennen. Insofern ist TRE auch zur Loesung dieser Belastungen hervorragend geeignet. Ich werde gerne gezielter nachforschen und komme bei Gelegenheit auf das Thema zurueck. Danke fuer Ihre Frage.

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